Welche Fehler werden beim Einsatz von Gaswarngeräten gemacht und wie kann man sie vermeiden?
Wie wir alle wissen, sind Gasdetektoren Instrumente, mit denen Änderungen in der Konzentration schädlicher Gase am Arbeitsplatz erkannt werden. Bei der Verwendung von Gaswarngeräten kann es jedoch zu Problemen kommen, dass sie unbrauchbar werden oder beschädigt werden. Bei der Auswahl eines seriösen Herstellers spielen Qualitätsfaktoren nur einen Teil davon, und die meisten davon werden durch unsachgemäße Auswahl und Verwendung verursacht. Was sind also die häufigsten Missverständnisse über Gaswarngeräte?
1, Akzeptanzirrtum: Prüfung mit hochkonzentriertem Gas
Analyse: Viele Kunden testen bei der Abnahme gerne stichprobenartig Gase mit hoher Konzentration, was sehr ungenau ist und leicht zu Geräteschäden führen kann. Der Erfassungsbereich des Detektors für brennbare Gase liegt bei 0-100 % UEG, was einer unteren Explosionsgrenze entspricht (am Beispiel von Methan: 0-5 % Vol), während das leichtere Gas hochreines Butan ist, weitaus weniger Überschreitung des Erfassungsbereichs des Brenngaswarngeräts!
Wenn zum Testen leichteres Gas verwendet wird, wird der Sensor 2-3-mal oder sogar höheren Konzentrationen von Stößen ausgesetzt, was zu einer vorzeitigen Abschwächung oder Deaktivierung der chemischen Aktivität des Sensorelements führen kann, was zu einer Verschlechterung der Erkennungsgenauigkeit führt Empfindlichkeit; Wenn es schwerwiegend ist, wird der Platindraht verbrannt und der Sensor wird verschrottet. Es ist zu beachten, dass ein durch einen Gasstoß hoher Konzentration verursachter Sensorausfall nicht vom Hersteller garantiert wird und ein Selbstaustausch erforderlich ist.
Fazit: Verwenden Sie zum Testen von Detektoren für brennbare Gase keine leichtere Entlüftung! Gasdetektoren sollten hohe Konzentrationsstöße vermeiden und der Betriebszustand sollte mit Standardgas zum Testen überprüft werden. Ebenso sollten giftige Gase Stöße mit hochkonzentrierten Gasen vermeiden.
2, Missverständnis bei der Auswahl: Organisches Gas als Erkennung brennbarer Gase
Analyse: Die meisten Detektoren für brennbare Gase auf dem Markt nutzen das katalytische Verbrennungsprinzip, bei dem brennbare Gase verwendet werden, um eine flammenlose Verbrennung bei niedriger Temperatur auf katalytischen Detektionskomponenten zu erzeugen. Durch die Verbrennungswärme erhöht sich die Temperatur der Bauteile und damit ihr Widerstandswert. Die Änderung des Widerstandswerts wird über eine Wheatstone-Brücke erfasst, um die Konzentration brennbarer Gase zu ermitteln.
Obwohl es im Prinzip erkannt werden kann, solange es brennen und Wärme abgeben kann, wird oft gesagt, dass katalytische Verbrennungssensoren theoretisch jedes brennbare Gas messen können.
Für die Messung langkettiger Alkane wie Benzin, Diesel, Aromaten etc. mit hohem Flammpunkt sind katalytische Verbrennungssensoren jedoch nicht geeignet. Verbindungen mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen wie Benzol, Toluol und Xylol, insbesondere Kohlenwasserstoffe mit Benzolringstrukturen, haben starke Kohlenstoffketten, die bei der katalytischen Verbrennung schwer zu brechen sind, was zu einer unvollständigen Verbrennung führt. Unvollständige Moleküle sammeln sich auf der Oberfläche der katalytischen Perlen an, was zu einer „Kohlenstoffablagerung“ führt und die Verbrennung anderer Moleküle behindert. Wenn die Kohlenstoffablagerung ein bestimmtes Niveau erreicht, kann das brennbare Gas keinen effektiven Kontakt mit den katalytischen Kügelchen herstellen, was zu Unempfindlichkeit oder sogar Reaktionslosigkeit bei der Erkennung führt. Dies wird durch die Eigenschaften des Sensors selbst bestimmt, was einen vorläufigen Auswahlfehler darstellt.
Fazit: Übliche organische flüchtige Gase wie Benzol, Alkohol, Lipide, Amine usw. eignen sich nicht für die Detektion mithilfe des katalytischen Verbrennungsprinzips und für die Detektion sollte das PID-Photoionisationsprinzip verwendet werden. Vor dem Kauf eines Gaswarngeräts ist es wichtig, sich mit dem Produkthersteller zu beraten, um ähnliche Fehler zu vermeiden.
3, Missbrauch: Unbefugte Änderung der Nutzungsumgebung
Analyse: Der Gasdetektor dient zur Messung von Gaskonzentrationswerten in der Umgebung, und die Online-Messung der Schwefelwasserstoffkonzentration in Rohrleitungen ist eine Modifikation der Nutzungsumgebung. Der Sensor des Schwefelwasserstoff-Gasdetektors basiert auf dem elektrochemischen Prinzip und der Grad des Elektrolytverlusts korreliert positiv mit der Schwefelwasserstoffkonzentration in der Umgebung. Je höher der Schwefelwasserstoffgehalt, desto schneller ist der Elektrolytverbrauch und desto kürzer ist seine Lebensdauer. In einer normalen Umgebung beträgt die Schwefelwasserstoffkonzentration 0 und nur Leckagen verbrauchen den Elektrolyten, sodass die Lebensdauer 1-2 Jahre erreichen kann. In der Rohrleitung ist ständig Schwefelwasserstoff vorhanden und der Elektrolyt wird ständig verbraucht, was die natürliche Lebensdauer erheblich verkürzt.
Fazit: Gaswarngeräte eignen sich zur Umgebungsdetektion. Bei der Verwendung zur Online-Analyse von Rohrleitungen ist es notwendig, den Hersteller zu konsultieren und die Nutzungsumgebung nicht ohne Genehmigung zu ändern.
4, Wartungsfehler: Nur Verwendung ohne Wartung
Analyse: Gaswarngeräte gehören zu den Messgeräten und müssen regelmäßig kalibriert werden, um die Genauigkeit ihrer Erkennung sicherzustellen. Bei jedem Gaswarngerät kommt es nach längerem Gebrauch zu einer Drift. Wenn es nicht rechtzeitig kalibriert wird, nimmt der Fehler zu, was zu Sicherheitsrisiken führt. Gemäß den Vorschriften darf der maximale feste Zyklus von Gasdetektoren ein Jahr nicht überschreiten, und Unternehmen mit spezialisierten Messabteilungen wird empfohlen, drei Monate nicht zu überschreiten. Die Kalibrierung von Gaswarngeräten muss von Fachleuten durchgeführt werden.
