Die Erkennung defekter Kondensatoren erfolgt üblicherweise mit einem Multimeter.
1. Fehlererkennung unpolarer Kondensatoren:
Beim Testen zunächst das Zeigermultimeter mechanisch auf Null stellen. Wählen Sie dann den Rx10k-Ohm-Bereich des Multimeters aus und berühren Sie mit der roten und schwarzen Sonde des Messgeräts die beiden Pins des zu testenden Kondensators und beobachten Sie dabei die Änderung des vom Multimeter angezeigten Widerstandswerts.
Wird der Stift sofort angeschlossen, schwingt der Zeiger leicht nach rechts und kehrt dann in die Unendlichkeit zurück; Wenn der Zeiger nach Austausch der Sonde und erneuter Messung immer noch leicht nach rechts schwingt und in dem Moment, in dem die Sonde angeschlossen wird, auf Unendlich zurückkehrt, bedeutet dies, dass der Kondensator in Ordnung ist.
Wenn der Zeiger des Multimeters im Moment des Anschließens in der Nähe von 0 nach rechts schwingt, deutet dies darauf hin, dass der Kondensator stark leckt oder defekt ist.
Wenn der Zeiger des Multimeters nach dem Schwenken nach rechts im Moment des Anschließens nicht auf Unendlich zurückkehren kann, deutet dies darauf hin, dass der Kondensator Strom verliert.
Wenn sich der Zeiger des Multimeters beim Anschließen nicht bewegt, deutet dies auf einen offenen Stromkreis des Kondensators hin.
2. Fehlererkennung von Elektrolytkondensatoren:
Elektrolytkondensatoren sind polarisierte Kondensatoren. Entladen Sie vor dem Testen die verbleibende Ladung im Kondensator mit einem Schraubenzieher oder einer geraden Leitung. Verbinden Sie dann die schwarze Sonde des Multimeters mit dem Pluspol des Kondensators und die rote Sonde mit dem Minuspol und beobachten Sie die Schwingung des Messgerätzeigers.
Beim ersten Anschließen sollte das Multimeter um einen erheblichen Winkel nach rechts ausweichen und dann nach links zurückkehren. Bis es an einem bestimmten Punkt aufhört, ist der gemessene Widerstandswert der Durchlassisolationswiderstand des Kondensators. Der nach dem Austausch der Sonden gemessene Widerstand ist der Sperrisolationswiderstand des Kondensators.
Wenn sich der Zeiger des Messgeräts nicht bewegt, bedeutet dies, dass die Kapazität dieses Kondensators verschwunden ist oder eine interne Stromkreisunterbrechung vorliegt.
Wenn das Messgerät misst, dass der Vorwärts- und Rückwärtsisolationswiderstand des Kondensators sehr klein oder gleich Null ist, deutet dies darauf hin, dass der Kondensator einen großen Leckstrom oder einen internen Kurzschluss aufweist.
Platzieren Sie das Digitalmultimeter im Kondensatorbereich und wählen Sie anhand der Strommenge den passenden Bereich aus. Nachdem der getestete Kondensator vollständig entladen ist, stecken Sie die beiden Pins des Kondensators zur Messung direkt in das Testloch; Alternativ können Sie zur Messung zwei Sonden verwenden, um den Kondensatorstift direkt zu berühren. Die Kapazität des gemessenen Kondensators wird dann direkt auf dem Multimeter angezeigt.
Bei der Messung eines Elektrolytkondensators mit einem Digitalmultimeter sollte nach dem vollständigen Entladen des zu messenden Kondensators die rote Sonde des Messgeräts an den Pluspol des Kondensators und die schwarze Sonde an den Minuspol des Kondensators angeschlossen werden. An diesem Punkt erhält man den gemessenen positiven Isolationswiderstand des Kondensators und umgekehrt ist der gemessene Widerstand der negative Isolationswiderstand.
Ersatztechniken für Kondensatoren:
1. Die Kapazität des Ersatzkondensators sollte grundsätzlich mit der des Originalkondensators übereinstimmen.
2. Hochspannungskondensatoren können Niederspannungskondensatoren ersetzen, Niederspannungskondensatoren können jedoch keine Hochspannungskondensatoren ersetzen.
3. Die Parallelschaltung von Kondensatoren mit kleiner Kapazität kann Kondensatoren mit großer Kapazität ersetzen. In Reihe geschaltete Kondensatoren mit großer Kapazität können Kondensatoren mit kleiner Kapazität ersetzen.
4. Elektrolytkondensatoren in umgekehrter Reihe können als Ersatz für unpolare Kondensatoren verwendet werden.
5. Für Hochfrequenz-Oszillationskondensatoren und Leistungsfilterkondensatoren können gewöhnliche Kondensatoren nicht als Ersatz verwendet werden.
